Wie es so schön heisst, als "echter Münchner" erblickte Bartholomäus Sailer am 27. September 1952 das Licht der Welt, und zwar im Münchener Stadtteil Neuhausen.

Aufgewachsen, mal in, mal rund um München, entließ ihn das Theresiengymnasium im Sommer 1972 mit einem eher "interessanten" Abiturzeugnis. Vor allem, ihm die Fächer Mathematik, Physik und Chemie ernsthaft näher bringen zu wollen, stieß an pädagogische Grenzen, wofür er heute noch höflich um Nachsicht bei den ernsthaft Bemühten bittet.

Ein sehr guter Lehrer jedoch inspirierte, ja infizierte ihn förmlich mit dem Fach Deutsch. Vor allem hinsichtlich des Lesens und "Aufsaugens" von Gedichten, Dramen und überhaupt Theaterstücken. Lesen, Vorlesen und Vorträge waren ohnehin von Kindesbeinen an Sailers besondere Leidenschaft.

Beruflich hatte er immer mit Menschen zu tun: Zunächst für ein paar Jahre bei der Polizei in München, seit 1979 in der Zentrale eines grossen Unternehmens, ebenfalls in der bayerischen Landeshauptstadt.

Wie er heute sagt "durch glückliche Fügung" erhielt er im Jahr 2004 die Gelegenheit, bei einem grossen Freilichtspielspiel mitzuspielen. Dabei wurde er quasi fürs "Theater entdeckt". Seitdem gehört jede seiner freien Minuten dieser großartigen Leidenschaft.

Er geriet damals glücklicherweise an den "Kultur-Profi", Regisseur, Sänger und Schauspieler Günter Mayr, der ihn bis heute mit seiner ganzen Berufserfahrung fördert und fordert.

Immer wieder gern besucht Sailer die Seminare und Kurse bei "Schauspiel München". Dort lässt er sich insbesondere von dem fachlich und menschlich grossartigen Lehrer Hans Dieter Trayer - bei dem er auch immer wieder Unterricht nimmt - sowie von anderen Schauspielern inspirieren, aus- und fortbilden.

Im "Rassoburg Theater" in Grafrath, in der "Neue Bühne Bruck" in Fürstenfeldbruck und bei "Theater PUR" in München-Pullach tritt er in Theaterstücken vielfältiger Art auf. Das Repertoire erstreckt sich von Komödien bis hin zu klassischen und ernsthaft-dramatischen Stücken aller Arten und Zeitläufe.

Für die Kamera quasi "entdeckt" wurde er von den Schauspielerinnen und Regisseurinnen Barbara Lackermeier und Lucie Lechner sowie der Kamerafrau Sanne Kurz durch seine Darstellung des Grossvaters im Märchenfilm "Vom Smolicek". Daraus ergaben sich einige Gelegenheiten für Kurzauftritte im Fernsehen, für das Schauspielen in Kamera- und Filmseminaren der Hochschule für Fernsehen und Film in München und das Mitwirken in Kurzfilmen im Rahmen verschiedener Projekte.

Seit 2015 begleitet er die Musikgruppe "Schlierseer Almmusi". Als Sprecher und Moderator liest er zu deren Musikstücken Geschichten und Gedichte. Bei Veranstaltungen verschiedenster Art (auch im Rahmen sozialer Aktivitäten) moderiert er, trägt Geschichten und Gedichte vor und spielt allein oder mit Partnern Sketche.

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